DPF: Kann man den Partikelfilter Reinigen/Regenerieren?

2022-07-02 08:34:40 By : Mr. Ian Wang

tuningblog 4. November 2020 Autoreparatur / Tuning-Ratgeber, Tipps, Produkte, Infos & Co

Ein neuer Dieselpartikelfilter ist eine teure Angelegenheit. Ein Wechsel des Dieselpartikelfilters (Partikelfilter, Rußfilter, Rußpartikelfilter, Dieselpartikelfilter, DPF oder remanufactured DPF – Bezeichnungen gibt es so einige) ist in der Regel dann nötig, wenn dieser voll ist. Das wird meistens durch das Aufleuchten einer gelben Lampe in Form eines Filter oder spätestens mit der Motorkontrollleuchte (MKL) im Cockpit angezeigt. Streng genommen sollte es hierzu aber gar nicht erst kommen, denn die Hersteller geben an, dass sich die Filter der Fahrzeuge selbst regenerieren und somit nicht gewartet werden müssen. Eigentlich stimmt das auch: Sind Sie ein paar hundert Kilometer gefahren (die Abstände können je nach Hersteller und konkretem Modell variieren), wird durch das Motormanagement eine vom Fahrer unbemerkte Filterregeneration eingeleitet. Bei einer solchen Regeneration kommt es dazu, dass die Rußablagerungen durch die hohen Temperaturen der Abgase verbrannt werden und der DPF somit von den Ablagerungen befreit wird. Mehr zum konkreten Ablauf gibt es in unserem Beitrag „Wie oft brennt der Partikelfilter frei? Kann ich das auch manuell?„.

Wer sich nur für ganz bestimmte Bereiche rund um das Thema Partikelfilter Reinigen interessiert, der kann sich mit den folgenden Sprungmarken direkt zum gewünschten Thema mit nur einem Klick navigieren. Und genauso schnell kommt man mit nur einem Klick vom ausgewählten Menüpunkt auch wieder zu dieser Übersicht zurück. Wir empfehlen aber unseren Lesern, immer den kompletten Beitrag durchzulesen. Einige Menüpunkte sind nämlich erst dann wirklich nachvollziehbar und verständlich, wenn der vollständige Info-Beitrag gelesen wurde.

Wenn Sie Ihr Fahrzeug jedoch nur für Kurzstrecken nutzen, kann die für die Verbrennung benötigte Hitze nicht oder zumindest nur sehr kurz aufgebaut werden, was letztendlich dazu führt, dass die Regeneration nicht korrekt durchgeführt werden kann und der Filter immer voller wird. Hier ist es dann nötig, dass Sie das Fahrzeug über eine längere Distanz bewegen, sodass der Filter Freigefahren werden kann – vorausgesetzt der Filter ist lediglich mit Ruß gefüllt. Mit einer sogenannten Regenerationsfahrt über Landstraßen und Autobahnen wird das „Freibrennen“ gewährleistet. Wenn der Filter nun aber voll ist und tatsächlich ausgetauscht werden muss, dann ist das sehr ärgerlich. Denn leider handelt es sich hierbei um eine sehr kostspielige Sache, die je nach Fahrzeug mit bis zu 3000 Euro zu Buche schlagen kann. Wenn Sie hier gerne Geld sparen möchten, stellt vielleicht die Reinigung des Filters eine willkommene Alternative für Sie dar. (zurück zur Übersicht)

Das Problematische an der Sache ist, während dem Prozess entsteht im Zuge der Verbrennung auch immer ein wenig Asche, welche dem Filter im Gegensatz zu einfachem Ruß um ein Vielfaches mehr schadet. Das liegt daran, dass Asche nicht einfach verbrannt werden kann und der Filter in diesem Fall auch nicht freigefahren werden kann. Eben jene Asche setzt sich dann leider im geschlossenen Filtersystem in den Kanälen ab und verstopft diese nach und nach. Eine Faustformel besagt, dass auf ca. 1000 Liter Dieselkraftstoff in etwa 6 Gramm Asche kommen. Durch diese entstehende Asche verstopfen die Waben und dem Fahrer wird empfohlen, weiterzufahren, um den Filter frei zu fahren. Jedoch erreicht der Filter bezüglich seiner Kapazität irgendwann sein Limit. Dies ist nach ungefähr 120.000 bis 200.000 Kilometern der Fall – mit Spielraum nach oben und unten. (zurück zur Übersicht)

Folgen eines verstopften Filters können etwa ein erhöhter Abgasgegendruck sein, was in einem höheren Kraftstoffverbrauch und Leistungseinbrüchen resultieren kann. Im schlimmsten Fall kann es zu einem Defekt vom Turbolader oder sogar zu einem schweren Motorschaden kommen. In der Regel verhindert, dass die Elektronik des Motors, indem sie in ein Notlaufprogramm schaltet. Ist dies der Fall, sind Sie quasi dazu gezwungen, eine Werkstatt aufzusuchen. Hier besteht mittels Diagnosetool eventuell noch die Möglichkeit den Filter manuell freizubrennen. In der Regel sorgt das aber nur für einen Aufschub von wenigen Kilometern oder es ist überhaupt nicht möglich. Seitens der Hersteller gilt die Empfehlung, dass der Filter ausgetauscht werden sollte, weil er zu stark verschmutzt ist. Aber wie bereits erwähnt ist das eine teure Angelegenheit. (zurück zur Übersicht)

Die gute Nachricht ist, dass Sie Ihren Dieselpartikelfilter nicht zwingend austauschen lassen müssen, da der Filter in der Regel auch einfach gereinigt werden kann – und das laut diversen Anbietern mit bis zu 98 Prozent. Auch die Kosten sind definitiv ein Grund, über eine solche Reinigung nachzudenken: Säuberung und Versand kosten meist nicht mehr als 300 – 500 Euro, plus eventuell anfallende Kosten für den Ein- und für den Ausbau respektive das Anlernen des Filters. Eine solche Reinigung dauert im Normalfall 1 bis 3 Tage. (zurück zur Übersicht)

Die Verfahren, die die Anbieter für die Reinigung des Filters verwenden, sind unterschiedlich.

Umfragen zufolge sind die Fahrzeughersteller der Reinigung des Filters gegenüber eher negativ eingestellt und raten von dieser ab. Des Weiteren besteht das Risiko, dass durch die Reinigung entstandene Schäden zu einem Verlust der Garantie führen können. Jedoch ist eine Fahrzeuggarantie bei einem vollen Filter in der Regel sowieso schon abgelaufen. Und wir sind überzeugt, dass der Hintergrund sogar eher im Bereich der Marktwirtschaft zu suchen ist. Kann man einen neuen DPF Filter verkaufen, so verdienen die Hersteller im Gegensatz zur Reinigung daran. (zurück zur Übersicht)

Grundsätzlich gilt, die Filterreinigung ist eine plausible Methode, um Kosten zu sparen, sofern sie ordnungsgemäß durchgeführt wird. Und wenn kein neues Bauteil produziert werden muss, spart das neben dem Geldbeutel übrigens auch die Umwelt. (zurück zur Übersicht)

Ein Dieselauto mit einem Rußpartikelfilter wird bei einer Fahrt über einige Kilometer über Landstraßen oder die Autobahn in der Regel richtig „freigebrannt“. Der Rußfilter muss von Zeit zu Zeit auf eine erhöhte Temperatur gebracht werden. Die sogenannte Regenerationsfahrt kann dabei helfen. Und dazu muss man auch nicht Rasen. Man sollte nur darauf achten, den Wagen vermehrt im mittleren Drehzahlbereich einige Kilometer zu bewegen. Die nötigen Temperaturen von 500 bis 600 Grad im Abgassystem werden dann problemlos erreicht. (zurück zur Übersicht)

Auch das ist möglich. Benötigt wird dazu passendes KFZ-Spezialwerkzeug, Standardwerkzeug und ein Reinigungsmittel für Rußpartikelfilter. Allerdings sollten nur versierte Schrauber die Reinigung des Rußpartikelfilters selbst durchführen. Der Ablauf:

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Ruß geht, Asche bleibt

Chemikalien können Filter schaden

DIY Verfahren möglich

Günstiger als alle anderen# Verfahren

Bei dieser Methode steht das Fahrzeug nur für den kurzen Zeitraum des Aus- und Einbaus nicht zur Verfügung. Der alte Filter wird ausgebaut und eine aufbereiteter und generalüberholter Original-Rußfilter wieder eingebaut. Man muss natürlich darauf achten, dass der remanufactured Dieselpartikelfilter im Fahrzeug eingebaut werden darf ohne, dass die Betriebserlaubnis erlischt. Der Anbieter muss gewährleisten, dass das Durchströmungsverhalten des gereinigten Filters dem eines neuen Dieselpartikelfilters entspricht. Eine Möglichkeit ist ein Nachweis, dass nach DIN EN ISO 9001, DIN EN ISO 1400 Zertifikat gearbeitet wird. Somit ist ein Reinigungsverfahren angewendet, dass das Durchströmungsverhalten von gebrauchten Filtern, zu vergleichbarer Qualität von Neufiltern, herstellt. (zurück zur Übersicht)

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